Wir verlassen Saareema, kehren noch kurz beim Schwarzbrotbäcker ein, um das empfohlene tolle Schwarzbrot zu kaufen -schmeckt übrigens wirklich hervorragend und fahren dann nach Haapsalu, eine Zwischenstation auf dem Weg nach Tallinn. Dort campen wir im Hinterhof eines Hauses in der Altstadt
Haapsalu ist eine kleine, charmante Küstenstadt im Westen Estlands (ca. 10.000 Einwohner), etwa eine Stunde von Tallinn entfernt. Sie gilt als einer der schönsten Kurorte des Landes und verbindet Geschichte, Natur und Kultur auf engem Raum.
Gegründet wurde die Stadt im 13. Jahrhundert (1228/1279) als Bischofssitz des Bistums Ösel-Wiek mit der mächtigen Bischofsburg als Zentrum, die über Jahrhunderte das politisches und religiöses Zentrum war. Später wurde der Bischofssitz auf die Insel Saareema verlegen und der Bischof residierte in der dortigen Arensburg. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre Blütezeit als Kur- und Badeort (Schlammbäder galten als heilend – ich erinnere mich an die Elefanten aus Pärnu -)
Aufgrund seiner ruhigen Küstenlage mit flachem Wasser und vielen Buchten ist die Stadt auch heute noch bekannt für Seebäder und Wellness (heilender Schlamm), hat eine tolle Promenade und besitzt mit dem Kursaal aus 1898 eines der schönsten Holzgebäude Estlands. Daneben findet man noch viele Holzvillen im Jugendstil.



Die Bischofsburg als Luftbild und aus Sicht des Parks mit seinen noch nicht renovierten Mauern.


Ein weiters Highlight im Ort ist der alte Bahnhof mit seinem 212 m langen Bahnsteig, einst eigens gebaut für einen Empfang des russischen Zarren. Heute beinhaltet die Fläche auch ein Lok – Museum. Doch leider verfällt die historische Stätte langsam.

