Weiter geht es nach Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens. Die Fahrt dauert ca. eine Stunden und wir finden einen Platz am See (Lake Camping Kaunas).
Kaunas liegt strategisch am Zusammenfluss von Memel und Neris. Historisch spielte die Stadt eine Schlüsselrolle als Handels- und Verteidigungszentrum, besonders im Mittelalter. Von großer Bedeutung ist Kaunas als provisorische Hauptstadt Litauens zwischen 1919 und 1940, als Vilnius unter polnischer Kontrolle stand. In dieser Zeit entwickelte sich die Stadt zu einem kulturellen und politischen Zentrum, was sich bis heute in ihrer einzigartigen modernistischen Architektur widerspiegelt.
Heute gilt Kaunas als wichtiger Wirtschafts-, Universitäts- und Kulturstandort. Die Stadt wurde 2022 zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt und steht sinnbildlich für die moderne Identität Litauens zwischen Tradition und Innovation.
Wir fahren, nach schon bewährter Praxis mit einem Uber – Taxi, in die Innenstadt, um sie zu besichtigen, beginnend in der Altstadt, mit Rathaus und Burg.
1. Burg von Kaunas
Die Burg von Kaunas stammt aus dem 14. Jahrhundert und liegt am Zusammenfluss von Memel und Neris. Sie war eine wichtige Verteidigungsanlage gegen den Deutschen Orden. Heute ist sie ein Wahrzeichen der Stadt.


2. Altstadt von Kaunas
Die Altstadt von Kaunas begeistert mit Kopfsteinpflaster, gotischen Kirchen und gemütlichen Plätzen. Besonders erwähnenswert sind die vielen Gotischen Fronten (s. Bild, ein Jesuiten – Gymnasium) und die vielen streetart-Kunstwerke in der Altstadt.


3. Rathaus von Kaunas
Das Rathaus von Kaunas wird wegen seiner eleganten Form „Weißer Schwan“ genannt. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und diente früher als Verwaltungsgebäude und Gericht.

4. Die längste Fußgängerzone
Sehr beeindruckend ist die Alt- und Neustadt verbindende Fußgängerzone, auch genannt Freiheitsallee. Sie ist boulevardartig ausgebaut und ist mit 1621 Metern die längste in Osteuropa. Gesäumt von vielen modern Geschäften und Cafe‘s lädt sie zum Verweilen ein.

5. Stadt der Museen
Die Stadt weist eine große Anzahl kleiner und großer Museen auf; wir besuchen aber nur das Teufelsmuseum.
Zusammenfassend hat uns die Stadt jedoch nicht begeistert wie Vilnius: deutlich ältere Infrastruktur, viele nicht renovierte Häuser und historische Gebäude. Die Stadt hinterlässt nicht den Eindruck einer quirligen lebendigen Stadt.