Nachdem wir die Kurische Nehrung verlassen haben, legen wir einen Zwischenstopp in Stadt Klaipėda ein, die ehemals Memel hieß. Klaipėda ist die drittgrößte Stadt Litauens mit rund 180.000 Einwohnern, wo das Kurische Haff in die Ostsee übergeht.
Klaipėda besitzt den wichtigsten Seehafen Litauens und den nördlichsten eisfreien Hafen der Ostsee. Der Hafen ist eine wichtige Verbindung zwischen Ost und West. 1252 gegründet durch den Deutschen Orden (Memelburg), war jahrhundertelang Teil von Preußen/Deutschland ,1923 Anschluss an Litauen, 1939–1945 wieder deutsch, danach sowjetisch und seit 1990 Teil des unabhängigen Litauens.
Wir unternehmen einen Rundgang durch die Altstadt, mit seinem regelmäßigem Straßennetz (mir nur aus den USA bekannt) und sehen uns einige Sehenswürdigkeiten der Stadt an:
- Theaterplatz mit Simon-Dach-Brunnen („Ännchen von Tharau“)
- „Ännchen von Tharau“ ist ein berühmtes deutsches Liebeslied aus dem 17. Jahrhundert – und zugleich ein Stück ostpreußischer Kulturgeschichte. Das Lied wurde 1636 vom Dichter Simon Dach geschrieben. Anlass war die Hochzeit von Anna Neander, der Tochter eines Pfarrers aus dem Ort Tharau, die der Dichter liebte, die jedoch einen Anderen heiratete.
- Segelschiff Meridianas
- Reste der Memelburg




Kleipeda ist voller litauischer Legenden, die sich in verschiedenen Skulpturen der Stadt widerspiegeln. Die kleinste, aber wohl beliebteste ist das nur 17 cm große Wundermäuschen. Sie trägt die Inschrift: Aus Gedanken werden Worte – Worte werden zu Wundern. Es heißt, das Mäuschen würde alle Wünsche erfüllen, die man ihr leise ins Ohr flüstert.
Danach verlassen wir Litauen und haben ein Land mit freundlichen Menschen erlebt, jung und unkompliziert. Ein modernes Land mit sehr guter Infrastruktur, allen Einkaufsmöglichkeiten und guten Gastgebern; perfektes Urlaubsziel.